56. Konzertsaison 22|23  -  HEIMAT

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WEN-SINN YANG & FRIENDS

DAS UNBEKANNTE WERK

Lidiya Filevych, Sopran

Hani und Bomi Song, Violinen

Wen-Sinn Yang, Violoncello

Fabio di Càsola, Klarinette

Paola De Piante Vicin und Adrian Oetiker, Klavier

So 21. Mai 2023, 17:00

Landenberghaus Greifensee

CHF 35

Festivalpass (3 Konzerte) CHF 100

F3

Konzertprogramm "Das unbekannte Werk"

 

Dimitri Schostakowitsch (1906-1971)

Fünf Stücke für zwei Violinen und Klavier (Arr. Levon Atovmian)​

Bomi Song, Violine - Hani Song, Violine - Paola De Piante Vicin, Klavier

Aram Chatchaturian (1903-1978)

Trio für Klarinette, Violine und Klavier (1932)​

Bomi Song, Violine - Fabio di Casola, Klarinette - Paola De Piante Vicin, Klavier

Reinhold Glière (1875-1956)

Aus Albumblätter op. 53 für Violoncello und Klavier

1.Con moto

1.Andantino poco animato

Wen-Sinn Yang, Violoncello - Paola De Piante Vicin, Klavier

2 Ukrainische Lieder

Lidiya Filevych, Sopran - Adrian Oetiker, Klavier

Louis Spohr (1784-1859)

Aus Sechs Lieder für Sopran, Klarinette und Klavier op. 103

1.Sei still mein Herz

1.Das heimliche Lied

Lidiya Filevych, Sopran - Fabio di Casola, Klarinette - Arian Oetiker, Klavier

Wilhelm Berger (1861-1911)

Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier g-moll op. 94 (1903)​

Fabio di Casola, Klarinette - Wen-Sinn Yang, Violoncello - Adrian Oetiker, Klavier 

LIDIYA FILEVYCH, Sopran

Lidiya Filevych-Ivasyuk wurde in der ukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg) geboren und ist in der Stadt Kolomyja aufgewachsen.

Bereits in ihrer Jugend entdeckte sie die Liebe zum Gesang und trat erstmals mit 12 Jahren in einer Reihe von Konzerten als Sängerin auf. In der Musikschule lernte sie das ukrainische Volksinstrument, Bandura, und gründete zusammen mit ihren Mitschülerinnen das Gesangtrio “Roksolana”.

Nach Abschluss des Musikpädagogischen Konservatoriums in Lwiw folgten die Bachalaureat- und Magisterstudium Lied und Oratorium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Österreich.

Sie studierte Gesang bei Elisabeth Bathriss, Karl-Heinz Donauer, Christine Whitelsey und absolvierte Meisterklassen bei KS Kurt Rydl und KS Renate Holm.

Als Sängerin besitzt Lidiya Filevych eine sehr grosse stilistische Bandbreite und ist mit diversen Projekten unterwegs.

Seit 2010 ist sie festes Mitglied im Opernchor des Opernhauses Zürich.

Lidiya Filevych ist Mutter von 3 Kindern und lebt in Greifensee.

HANI & BOMI SONG, Violinen

Die 1997 in Zürich geborene Hani Song spielt seit ihrem dritten Lebensjahr Violine. Nach erfolgreicher Absolvierung ihres Master-Studiums bei Prof. Mi-Kyung Lee an der Hochschule für Musik und Theater München befindet sie sich nun im postgradualen Studiengang „Excellence in Performance“ (Konzertexamen). Sie wurde u. a. von Prof. Andreas Janke (Bachelor-Studium, Zürcher Hochschule der Künste), Prof. Jörg Hofmann (Freiburg i. Br.) und Philip Draganov (Konservatorium Zürich) unterrichtet. Mit sechs Jahren begann sie auch mit Klavier am Konservatorium Zürich. Wichtige künstlerische Impulse auf der Violine erhielt sie ausserdem u. a. von Ana Chumachenco, Igor Ozim, Dmitry Sitkovetsky, Julia Fischer, Nora Chastain, Stephan Picard und Gordan Nikolic.
Hani Song ist Preisträgerin zahlreicher Musikwettbewerbe. Sie hat u. a. den ersten Preis und Sonderpreis beim internationalen Violinwettbewerb „Wolfgang Marschner“, den ersten Preis mit Auszeichnung beim Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb, den ersten Preis beim Wettbewerb des Konservatoriums Zürich und den zweiten Preis beim Lions Club Musikwettbewerb gewonnen.
Als Solistin konzertierte Hani Song mit dem Orchestra della Magna Grecia, dem Orquesta Experimental de Repertorio, der Bayerischen Philharmonie, der Dachauer Sinfonietta, dem Orchestra Città di Grosseto, dem Akademischen Orchester Zürich und vielen weiteren. Ihre Konzerte führten sie unter anderem nach Russland, Brasilien, Österreich, Italien, Deutschland und in die Schweiz.
Sie spielt auch viel Kammermusik in verschiedensten Formationen von Duo bis Oktett. Im Zeitraum 2013 bis 2015 war sie erste Konzertmeisterin des Jugend Sinfonieorchester Zürichs, dessen Konzerttourneen durch Singapur, Taiwan, Südkorea, Argentinien und Italien führten. 2017 spielte sie als Mitglied des Verbier Festival Orchestra unter namhaften Dirigenten wie u. a. Charles Dutoit, Sir Antonio Pappano, Esa-Pekka Salonen, Daniel Harding, Joshua Weilerstein und Mikhail Pletnev.
Hani Song war mehrmals Stipendiatin der Lyra-Stiftung, zudem erhielt sie über mehrere Jahre langjährige Stipendien von der Fritz-Gerber-Stiftung. 2016 gewann sie das Stipendium der Friedl Wald Stiftung. Seit 2018 ist sie Stipendiatin bei Yehudi Menuhin Live Music Now München e.V.  Ausserdem wurden über sie vom Schweizer Fernsehen drei Dokumentarfilme gedreht, welche international ausgestrahlt wurden.

1994 in Zürich geboren, spielt Bomi Song seit ihrem 5. Lebensjahr Violine. Nach Studien bei Prof. Nora Chastain (UdK Berlin) und Prof. Ingolf Turban (HMT München) studiert sie zurzeit bei Prof. Andreas Janke an der Zürcher Hochschule der Künste. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie u.a. von Ana Chumachenco, Christoph Poppen, Thomas Brandis und dem Artemis Quartett.
Bomi Song ist Preisträgerin u.a. vom Prix Suisse/SUISA, des Ibolyka-Gyarfas- Violinwettbewerbs und des Lions Musikwettbewerbs.
Als Solistin konzertierte sie bereits in vielen Ländern Europas und in den USA.
Seit der Saison 2019/20 spielt Bomi Song bei den 2. Violinen des Bayerischen Staatsorchesters, davor war sie Akademistin beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters.
Seit 2018 ist Bomi Song Stipendiatin von Yehudi Menuhin Live Music Now e.V., davor erhielt sie langjährige Stipendien von der Fritz-Gerber-Stiftung und von der Lyra-Stiftung.
Das Schweizer Fernsehen (SRF) drehte mehrere Dokumentarfilme über Bomi Song und ihre Schwester Hani, welche international ausgestrahlt wurden.

FABIO DI CÁSOLA, Klarinette

1967 in Lugano geboren, gewann Fabio Di Càsola mit 23 Jahren den ersten Preis beim internationalem Wettbewerb in Genf (CIEM). Ganze 19 Jahre war es her seit ein Klarinettist letztmals diese Auszeichnung gewann - es handelt sich dabei um einen der renommiertesten Musikwettbewerbe weltweit.

In den darauffolgenden Jahren gewann er den „Grand Prix Patek Philippe“, den „Prix Suisse“ für zeitgenössische Musik und den Internationalen Wettbewerb für zeitgenössische Musik in Stresa.

1998 wird er in Genf von Jury und Publikum zum „Schweizer Musiker des Jahres“ gewählt.

Er ist seit 1991 als Professor für Klarinette und Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste tätig.

Seit 2006 ist er künstlerischer Leiter des Festivals klang (www.klang.ch).

Verschiedene CDs bei Sony Classical zeugen von seinem Wirken als Solist und als Kammermusiker.

Fabio Di Càsola ist Mitgründer und Mitglied des Ensemble Kandinsky mit Andreas Janke, Thomas Grossenbacher und Benjamin Engeli.

WEN-SINN YANG

Die Lust am Unbekannten und sein unaufhörliches Forschen zeichnen Wen-Sinn Yang als einen der vielseitigsten Cellisten der Gegenwart aus. In originell moderierten Konzerten bringt er nicht nur die Musik der Cellovirtuosen des 19. Jahrhunderts zurück auf die Bühne, sondern eröffnet seinem Publikum auch einen Zugang zu modernen Komponisten.

 

Neben seinem Wirken als international geschätzter Solist unter Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel, Mariss Jansons, Shiao-Chia Lü, Grzegorz Nowak, Daniel Klajner, Yukata Sado oder Michael Hofstetter und mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Shanghai Symphony, dem NHK Tokyo, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem Russischen Staatsorchester Moskau, ist Wen-Sinn Yang auch ein begehrter Kammermusikpartner.

 

Sein besonders einfühlsames, hochvirtuoses und ausdrucksstarkes Spiel auf technisch allerhöchstem Niveau eröffnet immer wieder neue Hörperspektiven. Wen-Sinn Yangs breitgefächertes Repertoire ist auf über 30 CDs dokumentiert. Darunter befinden sich sowohl die Hauptwerke für Violoncello von Boccherini, Haydn, Beethoven, Schubert, Saint-Saëns, Lalo, Tschaikovsky und Dvorak als auch Kompositionen von Henri Vieuxtemps, Frank Martin, Leonid Sabaneev und Sofia Gubaidulina. Viele dieser Aufnahmen sind Ersteinspielungen. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen hat Yang 2005 die sechs Solosuiten von J. S. Bach für Violoncello solo aufgenommen. Die bei Arthaus veröffentlichte DVD wurde von den Kritikern als eine gültige Interpretation gefeiert, wie man diese Werke auf modernen Instrumenten und dennoch historisch informiert neu zum Klingen bringen kann.

 

Seit 2004 lehrt Yang als Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater München und gibt darüber hinaus regelmässig internationale Meisterkurse. 

PAOLA DE PAINTE VICIN, Klavier

Paola De Piante Vicin stammt aus Padua. Sie begann das Klavierstudium am Konservatorium ihrer Heimatstadt, anschliessend setzte sie ihre Ausbildung bei Americo Caramuta, Andrea Lucchesini und Maria Tipo fort und beendete ihr Studium in der Meisterklasse von Prof. Adrian Oetiker an der Hochschule für Musik in Basel mit dem Solistendiplom. Wichtige Impulse bekam sie auch von Sergio Perticaroli. Ausgezeichnet bei zahlreichen Klavierwettbewerben, trat sie bereits früh als Solistin und Kammermusikerin in wichtigen italienischen Sälen wie dem Teatro Valli in Reggio Emilia, dem Palazzo Chigi Saracini in Siena und dem Auditorium Pollini in Padua auf. Mittlerweile war Paola De Piante Vicin auch in der Tonhalle St. Gallen, im Casino Basel, in der Salle du Conservatoire de Paris, im Theater Belgrad, sowie im Ehrbarsaal Wien und beim Lucerne Festival zu Gast. Als Kammermusikerin konzertiert sie mit verschiedenen Partnern, u.a. mit Troels Svane, Wen-Sinn Yang, Conradin Brotbek, im Klaviertrio mit Yuki Kasai und David Pia und im Klavierduo mit ihrem Ehemann Adrian Oetiker.
Seit 2004 ist Paola De Piante Vicin auch eine sehr gefragte Korrepetitorin; durch intensive Auseinandersetzung besonders mit der Violoncello Literatur, ist sie in engen Kontakt gekommen mit Musikern wie Thomas Demenga, Ivan Monighetti, David Geringas, Wolfgang Böttcher, Miklós Perényi.
Joaquin Achucarro zeigte sich “nicht nur von ihrem genauen Klavierspiel, sondern auch von ihrer Persönlichkeit und Fantasie besonders beeindruckt.” Kritiker loben das “feine künstlerische Flair” und die “delikate klangliche Sprache” ihres Spiels. Paola De Piante Vicin hatte stets eine grosse Leidenschaft für die Literatur und schloss im März 2020 ihr Master-Studium der Italienischen Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit einer Arbeit über Vitaliano Trevisan ab.
Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin der Konzertreihe Klanglichter in Sissach und seit Oktober 2020 Kulturrätin im Kanton Baselland (Schweiz).
Seit September 2021 hat Paola De Piante Vicin eine Doktoratsstelle für Italienische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich im Rahmen des SNF Projektes “Ein Erfahrungsraum – drei Literaturen. Lektüren des Umbruchs in Graubünden nach 1945”.

ADRIAN OETIKER, Klavier

Der Pianist Adrian Oetiker verfolgt seit vielen Jahren eine weltweite Karriere. Er ist erfolgreich als Solist und Kammermusiker, gleichzeitig ist er ein gefragter Pädagoge. Die Presse attestiert ihm «federleichte Anschläge», «makelloses, reich differenziertes Jeu perlé», «genau durchdachtes Anschlagsspiel», aber auch «eruptive reine Energie», «Kraft und Zielstrebigkeit» sowie die «Fertigkeit, luzide wie brillante Atmosphäre zu zaubern».
Nach dem ersten Klavierunterricht bei seinem Vater und bei Hans-Rudolf Boller studierte er in der Meisterklasse von Homero Francesch an der Zürcher Hochschule der Künste und bei Bella Davidovich an der Juilliard School in New York. Auch Lazar Berman zählte zu seinen Lehrern. Schon früh erhielt er verschiedene nationale Preise und Stipendien, und bald folgten Erfolge an internationalen Wettbewerben (Köln, Clara Haskil, Dublin u. a.). 1994 wurde ihm für die Gründung des Kammermusikfestivals St. Gallen der Kulturförderungspreis seiner Heimatstadt verliehen. 1995 gewann er den internationalen Klavierwettbewerb der ARD in München.
Seine Konzerte in Europa, Amerika und Australien brachten ihn zusammen mit vielen Orchestern, darunter das Tonhalle-Orchester Zürich, das Symphonie-Orchester des Bayrischen Rundfunks und das Irish National Symphony Orchestra. Mit dem Melbourne Symphony Orchestra ist er seit einer Europa-Tournee im Jahre 2000 verbunden, bei wiederholten Einladungen nach Australien trat er mit den meisten Orchestern des Kontinents auf. Mit dem Orchestre Symphonique de Mulhouse unter Daniel Klajner spielte er von 2006 bis 2008 alle Klavierkonzerte von Béla Bartók. Rezitals und Kammermusik-Programme spielte er unter anderem in der Berliner Philharmonie, im Gewandhaus Leipzig, im Festspielhaus Salzburg, im KKL und im Teatro «La Fenice». Er spielt regelmässig im Klavierduo Paola&Adrian Oetiker mit seiner Frau Paola De Piante Vicin und ist Pianist im Feininger Trio der Berliner Philharmoniker, zu seinen Kammermusikpartnern zählen aber auch Homero Francesch, Eduard Brunner, Mario Hossen, Wen-Sinn Yang und viele andere befreundete Musiker. Mehrere Ballettproduktionen am Opernhaus Zürich, an der Semperoper Dresden sowie an der Bayrischen Staatsoper, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Christian Spuck, runden seine vielfältigen Tätigkeiten ab.
Er ist künstlerischer Leiter der traditionsreichen Internationalen Sommerakademie Ettal und seit 1996 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Basel. 2011 folgte er einem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in München.