



60. KONZERTSAISON 2026/27

STREICHSEXTETT
GRINGOLTS QUARTET
ILYA GRINGOLTS – ANAHIT KURTIKYAN - SILVIA SIMONESCU – CLAUDIUS HERRMANN
LILLI MAIJALA, VIOLA
WEN-SINN YANG, VIOLONCELLO
KLANGFARBEN ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK
3. KLASSIKFESTIVAL
WEN-SINN YANG & FRIENDS
30.04. – 02.05.2027
F3
SONNTAG
2. MAI 2027, 17 UHR
LANDENBERGHAUS GREIFENSEE
EINZELKARTEN: CHF 40
U18 CHF 10, STUDIERENDE CHF 15
KULTURLEGI 70% RABATT (an Konzertkasse)
FREIE PLATZWAHL
KONZERTKASSE 1/2 Std. vor Beginn

Gringolts Quartet © Tomasz Trzebiatowski
Lilli Maijala © Eduardus Lee
Wen-Sinn Yang © wildundleise.de


KONZERPROGRAMM
JOHANN NEPOMUK HUMMEL – Streichquartett op. 30 Nr. 1
ANTONÍN DVOŘÁK – Streichsextett A-Dur op. 48
KONZERTREIHE 2026/27 – GREIFENSEE KLINGT
Greifensee klingt – und manchmal begann eine musikalische Laufbahn direkt vor der Haustür.
Der in Greifensee aufgewachsene international renommierte Cellist Wen-Sinn Yang präsentiert im dritten "Klassikfestival am Greifensee" vom 30. April bis 2. Mai drei Konzerte mit musikalischen Freunden in seiner Heimat Greifensee.
In diesem Konzerte musiziert das Gringolts Quartet gemeinsam mit der Bratschistin Lilli Maijala und Wen-Sinn Yang.
Auf dem Programm stehen zwei Meisterwerke der Kammermusik: das elegante Streichquartett op. 30 Nr. 1 von Johann Nepomuk Hummel sowie das klangprächtige Streichsextett A-Dur op. 48 von Antonín Dvořák. Ein Konzertabend, der klassische Raffinesse mit der melodischen Fülle der Romantik verbindet und herausragende Kammermusiker auf der Bühne vereint.
GRINGOLTS QUARTET
Ilya Gringolts, Violine
Anahit Kurtikyan, Violine
Silvia Simionescu, Viola
Claudius Herrmann, Violoncello
Ein lebendiger, intensiver Dialog der Epochen – das ist ein Grundanliegen von Ilya Gringolts, einem der herausragenden
Geiger seiner Generation und Primarius des Gringolts Quartet. Das 2008 gegründete Streichquartett steht für einen
leuchtenden, zur Einheit verschmolzenen, gleichzeitig extrem ausdifferenzierten Ensembleklang: glühend, dicht, warm
glänzend wie Bronze und Gold, mit maximal expressiver Wirkung, dann wieder quecksilbrig beweglich und dynamisch,
transparent und bis ins kleinste Detail durchhörbar. Die Interpretationen des Quartetts sind von einer großen
musikalischen Reife und einer beeindruckenden technischen Überlegenheit gekennzeichnet, die aber nie vordergründig ist,
sondern immer im Dienst der Musik steht.
Das in Zürich beheimatete, international besetzte Ensemble hat sich einen Namen in den bedeutenden Konzertsälen und auf den grossen internationalen Festivals gemacht. Die vier Musiker:innen waren schon vor der Quartett-Gründung durch viele kammermusikalische Begegnungen freundschaftlich verbunden und haben in verschiedenen Formationen zusammen musiziert, Claudius Herrmann und Anahit Kurtikyan gehörten zeitweilig zum renommierten Amati Quartett. In den vergan-genen Spielzeiten war das Quartett unter anderem bei den Salzburger Festspielen, den Festivals in Lucerne, Verbier und Gstaad, bei den Settimane Musicali Ascona oder dem Edinburgh International Festival zu Gast und tritt regelmässig in namhaften Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg, der Wigmore Hall London, der Philharmonie Luxembourg, dem Stockholm Konserthuset und auf weiteren grossen Bühnen auf.
Von Anfang an hat das Gringolts Quartet mit exquisiten CD-Aufnahmen auf sich aufmerksam gemacht. Den Reigen an
Auszeichnungen eröffnete 2012 der ECHO Klassik für eine Ersteinspielung der Quintette von Walter Braunfels gemeinsam
mit dem Cellisten David Geringas. Die Aufnahme der Quintette von Glasunow und Tanejew mit dem Cellisten Christian
Poltéra erhielt 2016 den Diapason d’Or. Die 2017 gemeinsam mit dem Streichquartett Meta4 bei BIS veröffentlichte
Aufnahme mit Oktetten von Mendelssohn und Enescu wurde mit dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik
ausgezeichnet. Auch die 2024 bei BIS erschienene Einspielung der Brahms Quintette mit Lilli Maijala wurden begeistert rezensiert.
Musikalische Partnerschaften pflegt das Quartett mit renommierten Künstler:innen wie Jörg Widmann, Andreas
Ottensamer, Malin Hatelius, James Boyd, Christian Poltéra, Katia Skanavi oder Alexander Lonquich. Die musikalische
Begegnung mit dem amerikanischen Pianisten Leon Fleisher (1928 - 2022) hat das Quartett nachhaltig bereichert. Ein
zentrales Anliegen ist auch die Aufführung zeitgenössischer Musik, darunter Werke von Heinz Holliger, Valentin Silvestrov,
György Kurtág, Marc-André Dalbavie, Jörg Widmann oder Lotta Wennäkoski.
Alle Mitglieder des Gringolts Quartet spielen auf seltenen italienischen Instrumenten: Ilya Gringolts spielt eine Guarneri
„del Gesù“ von 1743, Anahit Kurtikyan eine Camillo Camilli-Violine, Mantua 1733, Silvia Simionescu eine Jacobus Januarius-
Bratsche, Cremona 1660 und Claudius Herrmann ein Maggini-Cello, Brescia 1600. Auf diesem Instrument spielte übrigens
einst Prinz Golizyn, ein grosser Bewunderer Beethovens, als Erster die von ihm in Auftrag gegebenen letzten Streich-quartette des Komponisten.
LILLI MAIJALA
Die finnische Bratschistin Lilli Maijala gehört zu den profiliertesten nordischen Streicherinnen ihrer Generation. Seit September 2023 gibt sie ihr fundiertes Wissen als Professorin für Viola an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) an die nächste Generation weiter. Zuvor leitete sie von 2011 bis 2023 die Viola-Klasse an der renommierten Sibelius-Akademie in Helsinki.
Ihr solistisches Debüt gab sie im Alter von 17 Jahren mit dem Oulu Symphony Orchestra. Seither konzertiert sie weltweit mit führenden Klangkörpern wie dem Helsinki Philharmonic Orchestra, der Camerata Salzburg und der Tapiola Sinfonietta. Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist die Preisträgerin des ARD-Musikwettbewerbs eine leidenschaftliche Kammermusikerin. Sie ist Mitglied des Valo Quartetts und spielte im experimentellen Ensemble quartet-lab an der Seite von Patricia Kopatchinskaja. Ihr Repertoire reicht von der Barockmusik bis zur zeitgenössischen Musik, dokumentiert durch preisgekrönte CD-Einspielungen wie das Bratschenkonzert von Pēteris Vasks oder Brahms’ Streichquintette (mit dem Gringolts Quartet, 2024).
WEN-SINN YANG
Der in Greifensee aufgewachsene Cellist Wen-Sinn Yang steht für höchste musikalische Qualität und eine aussergewöhnliche stilistische Bandbreite. Als international gefeierter Solist, Kammermusiker und Hochschulprofessor prägt er seit vielen Jahren die Celloszene. Seine Interpretationen verbinden tiefes musikalisches Verständnis mit einem warmen, charaktervollen Ton und einer grossen Leidenschaft für die Musik.
Wen-Sinn Yang zählt zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten als Kammermusiker und Solist im Cellofach.
"Technisch auf allerhöchstem Niveau spielt er mit wunderbarem, grossem Ton und einwandfreier Intonation.
Seine Phrasierungen sind einfühlsam, und er erfasst in ausserordentlicher Weise die philosophische Dimension der Werke, die er spielt“, äusserte sich kein Geringerer als Lorin Maazel über ihn.
Grosse Worte eines grossen Dirigenten über einen aussergewöhnlichen Musiker. Wen-Sinn Yang spielt sich an jedem Abend mit all seinen Programmen in die Herzen seiner Zuhörer. Seinem charmanten Auftreten und seinem unvergleichbaren Spiel kann man sich unmöglich entziehen. Wen-Sinn Yang steht als Kammermusiker wie auch als Solist für ein ausserordentliches musikalisches Live-Erlebnis.
