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60.  KONZERTSAISON  2026/27

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VALERIY SOKOLOV & FRIENDS

KLAVIERQUARTETT

A3

VALERIY SOKOLOV, VIOLINE

PAUL ZIENTARA, VIOLA

ELLA VAN POUCKE, VIOLONCELLO

JEAN-PAUL GASPARIAN, KLAVIER

SAMSTAG

7. NOVEMBER 2026, 19.30 UHR

LANDENBERGHAUS GREIFENSEE

​​

CHF 45

U18 CHF 10, STUDIERENDE CHF 15

KULTURLEGI 70% RABATT (an Konzertkasse)​

FREIE PLATZWAHL

KONZERTKASSE 19 UHR

A3 Valeriy Sokolov-2 © INSO Lviv, photo 3.jpg

KONZERTREIHE 2026/27 – GREIFENSEE KLINGT

Die Jubiläumssaison «Greifensee klingt» steht für musikalische Begegnungen, Wiedersehen und Entdeckungen – traditionsbewusst, international und gleichzeitig tief in der Region verwurzelt. Der renommierte ukrainische Geiger Valeriy Sokolov spielte 2022 bei uns ein Benefizkonzert für die Opfer in der Ukraine. Wir freuen uns, ihn wieder bei uns begrüssen zu dürfen. Er interpretiert mit Paul Zientara, Ella van Poucke und Jean-Paul Gasparian grosse Werke der Romantik.

EIN MUSIKALISCHER DIALOG UNTER FREUNDEN

Ein Abend voller musikalischer Tiefe und persönlicher Begegnung: Wenn sich der gefeierte Geiger Valeriy Sokolov, den Bratschisten Paul Zientara, die Cellistin Ella van Poucke und der  Pianist Jean-Paul Gasparian zu einem Klavierquartett formieren, entsteht Kammermusik auf höchstem Niveau – getragen von gegenseitigem Vertrauen und der Freude am gemeinsamen Musizieren. Gemeinsam erschaffen sie einen Abend, der Kammermusik als lebendigen Austausch unter Freunden nicht nur hör–, sondern spürbar macht.​

KONZERPROGRAMM

GABRIEL FAURÉ –  Klavierquartett Nr. 1 c-Moll op. 15  

MAX BRUCH – Kol Nidrei op. 47 für Violoncello und Klavier       

JOHANNES BRAHMS – Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25          

Den Auftakt bildet das Klavierquartett Nr. 1 c-Moll op. 15 von Gabriel Fauré, das mit eleganter Klangsprache und feiner Balance zwischen Leidenschaft und französischer Raffinesse überzeugt. Mit „Kol Nidrei“ op. 47 von Max Bruch erklingt ein zutiefst berührendes Werk, das auf hebräischen Melodien basiert und besonders durch seine innige Cellostimme wirkt. Danach folgt das Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 von Johannes Brahms, ein Meisterwerk voller rhythmischer Energie, das im mitreissenden „Rondo alla Zingarese“ seinen virtuosen Höhepunkt findet.

VALERIY SOKOLOV

Der Geiger Valeriy Sokolov gehört zu den herausragendsten Künstlern seiner Generation. Der Preisträger des Internationalen Violinwettbewerbs George Enescu in Bukarest arbeitet regelmässig mit den führenden Orchestern der Welt zusammen. ​Im Alter von 11 Jahren spielte er als Wunderkind erstmals öffentlich als Solist mit Orchester. 1999 wurde ihm der Study Grant Prize beim Internationalen Pablo Sarasate Wettbewerb in Pamplona (Spanien) zugesprochen. Dieser von Vladimir Spivakov gestiftete und mit einem Stipendium verbundene Preis ermöglichte ihm den Besuch der Yehudi Menuhin School, wo er Schüler von Natalia Borarskaya wurde. Ausserdem besuchte er Meisterkurse bei Mstislav Rostropovich, Zvi Zeitlin, Dora Schwarzenberg, Zakhar Bron, Ruggiero Ricci und Igor Ozim. Von 2009 bis 2011 studierte Valeriy Sokolov an der Kronberg Academy bei Ana Chumachenco. 

​2005 gewann Valeriy Sokolov den Grand Prix am internationalen George Enescu-Violinwettbewerb. Zudem wurden ihm der Preis der Enescu Foundation und die Auszeichnung für die beste Ausführung der dritten Sonate von Enescu verliehen.

Regelmässig ist Sokolov zu Gast bei den bedeutendsten Orchestern weltweit unter Dirigenten wie Andris Nelsons, Susanna Mälkki oder Yannick Nézet-Séguin und tritt in den berühmtesten Konzertsälen der Welt auf. Als engagierter Kammermusiker arbeitet er mit Partnerinnen und Partnern wie Gary Hoffman, Lisa Batiashvili, François Leleux, Nelson Goerner und anderen zusammen.
Derzeit ist er Professor für Violine an der renommierten Yehudi Menuhin School.

PAUL ZIENTARA

Paul Zientara ist ein hochbegabter und vielseitiger Bratschist, der sich einen bedeutenden Platz in der klassischen Musikszene erarbeitet hat. Er wurde mit mehreren renommierten internationalen Auszeichnungen geehrt, darunter der dritte Preis bei der angesehenen Lionel Tertis International Viola Competition auf der Isle of Man, der Grand Prix der Safran-Stiftung sowie der 1. Preis beim Concours de Cordes d’Epernay.

Seit Beginn seiner Karriere hat Zientara sowohl als Solist als auch als Kammermusiker grosse Anerkennung gefunden. Er hat die Bühne mit einigen der renommiertesten Künstlerinnen und Künstler der Klassik geteilt, darunter Renaud Capuçon, Gérard Caussé, Valeriy Sokolov, Jérémy Menuhin, Pierre Fouchenneret, Adam Laloum, Adrien La Marca, Jérôme Ducros, Victor Julien-Laferrière, Nicolas Baldeyrou und Vincent Warnier. Zudem wurde er zu zahlreichen prestigeträchtigen Festivals eingeladen, darunter das Festival de La Roque-d’Anthéron, das Festival de Pâques d’Aix-en-Provence, das Centre de Musique de Chambre de Paris, Les Pianissimes und das Pablo Casals Festival in Prades.

Zientara ist ein engagierter Interpret zeitgenössischer Musik und hat an zahlreichen Uraufführungen teilgenommen. Auf Einladung von Renaud Capuçon nahm er am Nouveaux Horizons Festival teil und spielte dort die Weltpremiere von „My Other Self“ von Diana Soh im Duo mit Gérard Caussé. Im Oktober 2020 präsentierte er zudem die Weltpremiere von „Légende“, einem Werk für Bratsche und Orgel von Vincent Warnier.

Zientara begann im Alter von sieben Jahren Bratsche zu spielen und wurde später am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris (CNSMDP) aufgenommen, wo er bei Sabine Toutain und Christophe Gaugué studierte. Ergänzend dazu nahm er an Meisterkursen bei namhaften Musikerinnen und Musikern wie Tabea Zimmermann, Gérard Caussé, Tatjana Masurenko, Bruno Pasquier, Nils Mönkemeyer, dem Quatuor Ébène und Laurent Korcia teil.

ELLA VAN POUCKE

Die 32-jährige holländische Cellistin Ella van Poucke gehört zu den führenden Cellistinnen ihrer Generation. Die vielfache Preisträgerin gewann u.a. den ersten Preis der International Isang Yun Cello Competition 2015, den Leopoldinum Award 2015, den Prix Nicolas Firmenich 2013, den Elisabeth Everts Award 2014 und 2012 den Prix Academie Maurice Ravel. 2012 war sie „Dutch Musician of the Year“. Ella van Poucke begann im Alter von sechs Jahren mit dem Cellospiel. Mit zehn wurde sie im Koninklijk Conservatorium in Den Haag aufgenommen und studierte später am Amsterdamer Konservatorium bei Godfried Hoogeveen. Meisterkurse bei András Schiff, Miklós Perényi, Daniel Barenboim, Steven Isserlis, Menahem Pressler, Mischa Maisky, dem Emerson Quartet und anderen ergänzten ihre Ausbildung. 2016-19 war Ella „Artist in Residence“ der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel, wo sie bei Gary Hoffman studierte.

Nachdem sie im Alter von zehn Jahren ihr Debüt im Concertgebouw gegeben hatte, trat sie in den grossen Konzertsälen der Niederlande, Europas, der USA und Asiens auf. Als Solistin konzertierte Ella van Poucke bereits unter anderen mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester, den Brüsseler Philharmonikern, oder den Rotterdam Philharmonic Strings und arbeitete mit Dirigenten wie Michael Sanderling, Christoph Eschenbach und weiteren. Ella van Poucke ist regelmässig im holländischen Radio und Fernsehen zu Gast und trat in Rolando Villazóns Sendung „Stars von Morgen“ auf.​

Als leidenschaftliche Kammermusikerin konzertierte Ella van Poucke mit renommierten Musikern wie András Schiff, Tabea Zimmermann, Christian Tetzlaff, Viviane Hagner, Gidon Kremer, Vilde Frang, Schumann Quartett und anderen. Sie spielte an vielen internationalen Festivals wie Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Kronberg Academy Festival, Cello Biennale Amsterdam oder die Verbier Festival Academy. Ella van Poucke ist Mitglied der Amsterdam Chamber Music Society und künstlerische Leiterin des Chamber Music Festival Amsterdam, welches sie mit ihrem Bruder Nicolas 2010 gegründet hat.​

Seit 2022 ist Ella van Poucke Professorin für Violoncello am Konservatorium Amsterdam. Sie spielt ein «Maggini»-Cello von 1620, eine Leihgabe eines anonymen Wohltäters.

JEAN-PAUL GASPARIAN

Der Pianist Jean-Paul Gasparian, 1995 in Paris geboren, hat sich als eines der vielversprechendsten Talente seiner Generation etabliert. Der Absolvent des CNSM Paris und des Royal College of Music in London gewann 2013 den 1. Preis beim Concours Général der französischen Lycées und wurde 2021 bei Victoires de la Musique Classique in der Kategorie „Révélation soliste instrumental“ (Entdeckung des Jahres als bester Instrumentalsolist) nominiert. Mit seinem bemerkenswerten Spiel und seiner künstlerischen Sensibilität eroberte er rasch die internationale Bühne.​

Gasparian ist Preisträger zahlreicher renommierter Wettbewerbe und erhielt für seine von der Kritik gefeierten Aufnahmen, insbesondere von Chopin, Debussy und Rachmaninow, hohes Lob. Im Februar 2020 gewann er den Thierry-Scherz-Preis bei den Sommets Musicaux de Gstaad und nahm daraufhin Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 und die „Ballade Héroïque“ von Arno Babadjanian mit dem Berner Symphonieorchester für das Label Claves auf.​

Gasparian trat auf bedeutenden Bühnen wie der Philharmonie de Paris, der Fondation Louis Vuitton, der Tonhalle Zürich, der Laeiszhalle Hamburg, dem Mozarteum Salzburg und der Salle Flagey in Brüssel auf. Er ist regelmässiger Gast bei renommierten Festivals wie La Roque-d’Anthéron, Festival Radio France Montpellier, Festival de Menton, Piano aux Jacobins, Printemps des Arts de Monte-Carlo, Festival de Saint-Denis, Festival International de Colmar, Folle Journée de Nantes, Sommets Musicaux de Gstaad, Piano à Saint-Ursanne, Schleswig-Holstein Festival, Klavier-Festival Ruhr, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Kissinger Sommer Festival und Armenia International Music Festival.​

Seine Dozenten waren Olivier Gardon, Jacques Rouvier, Michel Béroff, Laurent Cabasso, Michel Dalberto, Claire Désert sowie Elisso Virsaladze und Tatiana Zelikman. Gasparian ist Künstler in Residence an der Fondation Singer-Polignac und wird von der Fondation Banque Populaire unterstützt. Seit 2017 ist er ein Steinway-Künstler.​​

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